Samstag, 19. Juli 2014

Aus der Rubrik, was wir nicht schauen sollten: Passives Lernmaterial: Glück: Motivationsvideos bewertet

Während ich morgens meine Frühstück verfertige, läuft bei mir regelmäßig Youtube. Da es mit der Motivation morgens lange eine qualvolle Angelegenheit war, entschied ich mich in die Abgründe der Motivationsvideos zu blicken und das mit erschreckenden Konsequenzen.

Schaust du zu lange in die Motivation, schaut die marketinggewordene Motivation auch in dich.

"Du musst dein Spiel finden" heißt es bei André Loibl. Die seichten Anweisungen kommen im Gewand von RTL-Schauspieler daher, die Schauspieler spielen. Es ist als hätte Loibl gelernt seine Persönlichkeit mit Phrasen und Handbewegungen zu verdrängen. Mit eingeübten rhetorischen Fragen und aufgesetzten Lachen ist das ganze belustigend und es zeigt auch, wie schwer es ist aus der Menge an Videos Goldkerne auf Youtube zu finden.

Vor dem Internet war es schwer, an Informationen heranzukommen, nun ist es schwer, überhaupt noch Informationen zu finden. 

Beim gemeinsamen Atmen kommt Loibl in Momente der Authentizität, aber da sind schon 10 Minuten des Tages verschwendet. Darüberhinaus dauert es auch sehr lange bis der Herr zum Punkt kommt, deswegen besser nicht anschauen.

 

Anders sieht es bei Leonard Baumgardt aus, dessen ruhige Art sicher gewöhnungsbedürftig ist, der aber mit gutem Ziel seine Empfehlungen voran bringt. Hier geht es darum, dass wenn du ohnehin nichts tust, die Zeit auch nutzen kannst, um zu meditieren. Darin läge eine lebensverändernde Kraft und daher durchaus als passives Lernmaterial zu empfehlen.



Auch ein sehr gutes Video dazu, wie man glücklich sein könnte, mit seinem Aussehen. Wobei es beim Aussehen nach Baumgardt eher auf die innere Einstellung ankommt. Leichter gesagt als getan, aber motivierend:

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